Satzung der Schattenstürmer
inklusive aller Änderungen bis einschließlich der Quartalsversammlung vom 08oct06.

0. Präambel

1. Grundsätzliches

2. Mitglieder des Clubbs
2.1. Wie man Mitglied wird
2.2. Wie man austritt oder seine Mitgliedschaft verlieren kann
2.3. Passive Mitglieder
2.4. Gastspieler

3. Sach- und Geldmittel
3.1. Clubbkasse
3.2. Mitgliedsbeitrag
3.3. Fundus

4. Ämter und Aufgaben
4.1. Geschäftsführung des Clubbs
4.1.1. Der Vorstand
4.1.2. Der Kassenwart
4.1.3. Der Kassenprüfer
4.1.4 Der Ehrenvorsitzende
4.2. Organisation des Rollenspielhintergrundes
4.2.1. Die Hauptspielleitung
4.2.2. Der Chronist

5. Mitgliederversammlungen
5.1. Grundlagen für alle Versammlungen
5.2. Quartalstreffen
5.3. Hauptversammlung
5.4. außerordentliche Versammlung

6. Arbeitsgruppen
6.1. Arbeitsgruppe Fundus
6.2. Arbeitsgruppe Internet

7. Durchführung von Spielen und anderen Veranstaltungen der Schattenstürmer




0. Präambel

Wir bekennen uns zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland.
Die Mitgliedschaft in einer verfassungswidrigen Organisation führt zur Nichtigkeit jedweder Mitgliedschaft im Clubb der Schattenstürmer.




1. Grundsätzliches
Die Schattenstürmer sind eine Liverollenspielgruppe aus Hamburg und der näheren Umgebung. Gemeinsam besuchen wir Liverollenspiele anderer Gruppen und veranstalten selbst welche. Wir betreiben ein kontinuierliches Spiel: vor dem gemeinsamen Hintergrund des Reiches Valariot spielen viele eine Rolle, die sich über viele Spiele hinweg entwickelt.
Wir wollen immer daran denken, daß schönes Liverollenspiel unser Hauptziel ist! Wir pflegen gemeinsam unser Hobby und wir wollen alle Spaß und Freude daran haben. Wir wollen unsere Gemeinschaft aber auch den Einzelnen dabei unterstützen und fördern, so daß alle ein gutes und schönes Spiel haben. Alles, was die Schattenstürmer beschließen, soll mit diesen Gedanken im Kopf überdacht werden.
Unsere Gruppe ist laut Vereinsrecht ganz automatisch ein sogenannter nicht eingetragener Verein. Wir sind ein fester Kreis von Personen, die ein gemeinsames Ziel verfolgen. Wir wollen uns vorerst nicht ins Vereinsregister eintragen, aber diese Satzung soll hiermit das Zusammenleben unserer Gruppe ordnen. Sie ist für alle Schattenstürmer verbindlich.
Durch diese Satzung soll vor allem dafür gesorgt werden, daß alle Schattenstürmer die Möglichkeit haben, selbst mitzubestimmen, was im Namen der Schattenstürmer passiert. Nur eine Satzung garantiert gleiches Recht für alle.
Wenn vom nicht eingetragenen Verein der Schattenstürmer die Rede ist, wird im folgenden die Bezeichnung Clubb verwendet.




2. Mitglieder des Clubs

Zur Durchführung des gemeinsamen Rollenspieles stellt der Vorstand Mittel in Form eines Fundus zur Verfügung. Im weiteren Sinne gilt das auch für die Kasse oder die Organisation des Clubs. Dabei sind natürlich entsprechende Regelungen in der Satzung zu beachten.
Jedes Mitglied hat Stimmrecht und auch Rederecht auf den Versammlungen des Clubs. Jedes Mitglied darf Vorschläge und Anträge auf Versammlungen einbringen. Jedes Mitglied darf sich für ein Amt zur Wahl stellen.
Jedes Mitglied hat auch das Recht, einen Antrag an den Vorstand zu stellen und so eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen zu lassen. Dafür muß das Mitglied Zweck und Gründe angeben. Vor allem, warum sein Problem nicht Zeit bis zum nächsten Quartalstreffen hat. Ein Viertel aller Clubbmitglieder (den Antragsteller eingeschlossen) muß den Antrag schriftlich unterstützen.
Jedes Mitglied hat vor allem das Recht, Rollenspielcharaktere vor dem gemeinsamen Spielhintergrund zu spielen. Dabei ist zu beachten, daß nach Punkt 4.2.1. die Hauptspielleitung jeden Rollenspielcharakter bestätigen muß.
Der Vorstand verwaltet eine Mitgliederliste. Die Liste wird zu jedem Quartalstreffen auf den neuesten Stand gebracht und liegt dort aus. Die Mitglieder müssen Adressenänderungen dem Vorstand melden, dies gilt auch für geänderte Emailadressen und Telefonnummern. Geschieht dies nicht, entfällt die Pflicht auf Einladung zu Versammlungen. Auch zählen solche Mitglieder dann solange nicht mehr als stimmberechtigte Mitglieder, bis der Vorstand wieder eine gültige Adresse des Mitgliedes hat.

2.1. Wie man Mitglied wird

Drei aktive Mitglieder können während einer Quartalsversammlung einen Dritten, der wenigstens 16 Jahre alt ist und kein Mitglied in einer oder mehreren verfassungswidrigen Organisationen ist, zu einem Probemitglied ernennen. Diese drei aktiven Mitglieder werden Paten dieses Probemitgliedes. Jedes aktive Mitglied kann nur für eine gleichzeitig Person Pate sein.
Ein Pate hat folgende Funktionen:

- Kommunikationsfunktion:
Die Paten sind für die Einführung des Probemitgliedes in den Clubb der Schattenstürmer angehalten. Dies beinhaltet das Bekannt werden innerhalb und außerhalb des Liverollenspiels. Jegliche Kommunikationsmittel und Internetplattformen sind zur Erfüllung dieser Funktion gewünscht.

- Anleitungsfunktion:
Die Probemitglieder müssen von ihren Paten in dem Ausüben des Rollenspiels unterstützt werden. Dies schließt die Generierung eines Charakters, die Vernetzung in das Spiel mit anderen Schattenstürmercharakteren, die Vermittlung des Schattenstürmer Spielstils mit ein. Zusätzlich sollen von den Paten Questen und Aufgaben in Kontakt mit der Hauptspielleitung für die Probemitglieder erstellt werden.

- Sorgfaltsfunktion:
Die Paten müssen die Verantwortung für Probemitglieder übernehmen: Die Ausstattung mit sicheren Kostümierungen, die Beantwortungen aller aufkommenden Fragen, die Begleitung auf Probespiele, Sicherstellung des einwandfreien Betragens der Probemitglieder. Die zivile Haftbarkeit bleibt durch die Sorgfaltspflicht unberührt.

Der Status des Probemitgliedes ist die einzige Möglichkeit die Schattenstürmer Hintergrundgeschichte zu bespielen ohne den Rang eines aktiven Mitgliedes inne zu haben. Das Tragen eines Wappenrockes ist dem Probemitglied jedoch nur in Begleitung von mindestens einem Paten für das Probemitglied erlaubt.

Sind durch irgendwelche Umstände weniger als drei aktive Mitglieder Pate für ein Probemitglied verliert dieses seinen Status automatisch. Rücktritte aus der Patenschaft müssen den aktiven Mitglieder transparent gestaltet werden.

Die Probemitgliedschaft ist zeitlich ungebunden. Die Probezeit beträgt mindestens 6 Monate, kann aber durch Aufnahme vorzeitig beendet werden. Die übrigen Möglichkeiten, die Probezeit zu beenden, bleiben hiervon unberührt. Eine Abstimmung über eine Mitgliedschaft im Clubb Schattenstürmer geht von dem Probemitglied, einem Paten oder einem aktiven Mitglied aus. Paten haben die Möglichkeit die Abstimmung um eine Quartalssitzung zu verschieben. Die Abstimmung auf einer ordentlichen Versammlung ist erfolgreich, wenn 2/3 der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder für eine Mitgliedschaft stimmen. Bei dieser speziellen Abstimmung sind keine Enthaltungen möglich. Es kann lediglich mit „Ja“ oder mit „Nein“ gestimmt werden. Ungültige Stimmen  werden nicht aus der Grundgesamtheit ausgeschlossen. Ist die Abstimmung erfolgreich, so ist das Mitglied auf Probe aktives Mitglied der Schattenstürmer. Wenn die Abstimmung negativ ausfällt, so bietet sich keine erneute Möglichkeit der aktiven Mitgliedschaft oder der Bespielung der Schattenstürmerhintergrundgeschichte.


2.2. Wie man austritt oder seine Mitgliedschaft verlieren kann
Um aus dem Clubb auszutreten, gibt man beim Vorstand eine schriftliche Austrittserklärung ab. Mit dem Tod erlischt die Mitgliedschaft automatisch.
Wer den Clubb in irgendeiner Form verläßt, verzichtet auf dem Clubb überlassene Gegenstände und Geldmittel.
Wer ein Jahr lang aus verschiedenen Gründen kein volles Mitglied mehr ist (zum Beispiel weil er unbekannt verzogen ist, weil er seinen Beitrag nicht gezahlt hat oder weil er sich zu keinem Quartalstreffen gemeldet hat), wird automatisch zum passiven Mitglied.
Wer dem Clubb und seinen Zielen geschadet hat, kann von der Hauptversammlung aus dem Clubb ausgeschlossen werden.

2.3 Passive Mitglieder
Passives Mitglied ist, wer einen oder mehrere der folgenden Punkte erfüllt:
- keine Zahlung des Mitgliedsbeitrages
- keine Angabe einer gültigen Adresse
- nicht entschuldigtes Fehlen auf drei aufeinander folgenden Versammlungen

Ein passives Mitglied :
- verliert das Stimmrecht auf Versammlungen
- darf sich nicht für ein Amt zur Wahl stellen
- verliert, so es ein Amt inne hat, dieses
- hat keinen unentgeltlichen Zugriff auf den Fundus

2.4 Gastspieler
Ein Gastspieler benötigt ein (in Zahlen: 1) Schattenstürmerclubbmitglied als Gastspielpaten um auf einer Liverollenspielveranstaltung einen Charakter mit Schattenstürmerhintergrundgeschichte bespielen zu dürfen.
Ein Schattenstürmerclubbmitglied kann pro Liverollenspielveranstaltung nur für einen Gastspieler Pate sein.
Ein Gastspieler muss die Hintergrundgeschichte seiner Schattenstürmerrolle bei der HSL vor dem Spiel einreichen und die HSL muss diese Geschichte bestätigen, bevor sie bespielt werden darf.
Ein Schattenstürmerclubbmitglied, welches auf die gleiche Liverollenspielveranstaltung fährt wie ein Gastspieler, hat ein Vetorecht bezüglich der Teilnahme eines Gastspielers in einer Schattenstürmerrolle. 




3. Sach- und Geldmittel
Da der Clubb kein eingetragener Verein ist, kann er auch kein Vereinsvermögen besitzen. Dieses wird treuhänderisch verwaltet. Was die Vereinsmitglieder für den Verein erwerben, steht im anteiligen Miteigentum aller aktiven Mitglieder des Vereins.

3.1. Clubbkasse
Die Clubbkasse hat die Aufgabe für die Kosten und Belange des Clubbs einzustehen. Aus ihr werden alle Ausgaben, die den Clubb betreffen, bezahlt. Sämtliche Einnahmen, wie z.B. Spenden und Mitgliedsbeiträge, kommen der Clubbkasse zugute.
Die Ausgaben von Geld aus der Clubbkasse muss durch eine Vollmacht der Versammlung autorisiert worden sein und der Kassenwart muss seine Zustimmung geben haben.
Über alle Ausgaben wird auf einer Quartalsversammlung abgestimmt.
Hiervon gibt es folgende Ausnahmen:
Bis zu einem Betrag von insgesamt 300,00 € darf der Vorstand gemeinschaftlich für Clubbelange ohne vorherige Absprache mit der Versammlung zwischen zwei Quartalsversammlungen verfügen.
Die Versammlung kann eine Zustimmung zum Erwerb einer Sache durch ein Mitglied geben. Die Versammlung kann im Voraus eine Zustimmung zur Übernahme von anfallenden Kosten, z.B. Tankkosten, Leihgebühren usw. erteilen.
Die Versammlung kann eine Sache eines Mitglieds auf dessen Anfrage hin von diesem erwerben. Die Versammlung kann angefallene Kosten übernehmen.
Rechnungen, Quittungen, Belege, usw. können bis zu acht Wochen nach Erstellung, aber spätestens drei Wochen vor der Jahreshauptversammlung beim Vorstand eingereicht werden. Andernfalls ist eine Erstattung oder ein Kauf der Sache ausgeschlossen.
Eine Ausgabe ist auch dann ausgeschlossen, wenn der Kassenwart aufgrund einer dann auftretenden Unterschreitung des Mindestbetrages von 300,00 € in der Clubbkasse, die Ausgabe verweigert.


3.2. Mitgliedsbeitrag
Um die laufenden Verwaltungskosten (Versand von Einladungen zu Versammlungen der Schattenstürmer, Telefonkosten, Präsenz im Internet und ähnliches) und die Kosten für die Instandhaltung und Vergrößerung des Fundus zu decken wird ein Mitgliedsbeitrag erhoben. Der Mitgliedsbeitrag wird in die Clubbkasse eingezahlt.

Die Höhe des Beitrages ist Versammlungsbeschluß und liegt derzeit bei 10,- Euro. Der Mitgliedsbeitrag ist auf der Hauptversammlung für das kommende Jahr zu entrichten.
Wer seinen Mitgliedsbeitrag nach Aufforderung mit Frist zur nächsten Quartalsversammlung nicht zahlt, wird passives Mitglied und nicht mehr zu den stimmberechtigten Mitgliedern gezählt, wenn es zu Abstimmungen kommt. Auffordern darf der Kassenwart.

3.3. Fundus
Es wird ein Fundus von Requisiten und Kostümteilen zusammengetragen. Die treuhänderische Verwaltung des Fundus liegt bei der Arbeitsgruppe Fundus (siehe Punkt 6.1).
Aktive Mitglieder der Schattenstürmer können auf den Fundus zurückgreifen, ohne eine Leihgebühr zu entrichten. Die Spielleitung eines Liverollenspieles hat stets Vorrang vor den Mitgliedern.
Falls Gegenstände aus dem Fundus an andere Personen ausgeliehen werden, müssen diese ein Pfand von EUR 5.- hinterlegen. Außerdem wird eine Leihgebühr fällig. Die Höhe ist vom Gegenstand abhängig.
Wenn die Nichtmitglieder den Gegenstand zeitnah und unbeschädigt zurückgeben, erhalten sie das Pfand zurück. Anderenfalls wird das Pfand mit einer Ersatzforderung verrechnet.
Wer sich einen oder mehrere Gegenstände aus dem Fundus ausleiht, ist verpflichtet, diese sorgsam zu behandeln, zeitnah zurückzugeben und Beschädigungen der Arbeitsgruppe Fundus sofort zu melden.

Die treuhänderische Verwaltung des Fundus muss dokumentiert werden. Die Arbeitsgruppe Fundus führt hierfür eine Fundusinventarsliste die für alle Clubbmitglieder öffentlich zugänglich sein muss. Im internen Bereich der Schattenstürmer Homepage sollte diese Liste auch für alle Clubbmitglieder abrufbar sein.
In einem so genannten Fundusbuch werden alle Ein- und Ausgänge aus dem Fundus verzeichnet. Der Hauptverantwortliche der Arbeitsgruppe Fundus ist für die korrekte Führung dieses Fundusbuches verantwortlich. Darüber hinaus hat er die Pflicht bei jeder Quartalsversammlung über die Vollständigkeit des Fundus zu berichten.
Der Fundus gehört der Gemeinschaft aller Clubbmitglieder. Wer Dinge aus dem Fundus ausleiht hat diese genauso sorgsam zu behandeln wie sein Eigentum. Wer Fundusmaterial beschädigt oder verliert hat umgehend die Arbeitsgruppe Fundus darüber zu informieren und muss sie gegebenenfalls ersetzen. Geringe Mengen von Verbrauchsmaterial sind hiervon ausgenommen.
Eine Arbeitsgruppe Fundus kümmert sich weiterhin darum Vorschläge für sinnvolle Anschaffungen und Instandsetzungsmaßnahmen zu bringen, damit die Versammlung auf Basis dieser Vorschläge Gelder zur Verfügung stellen kann.




4. Ämter und Aufgaben
Jedes aktive Mitglied darf nur ein Amt zur Zeit übernehmen. Mehrere Ämter gleichzeitig zu haben, ist ausdrücklich verboten. Die Mitarbeit in Arbeitsgruppen und der Kassenprüfer sind keine Ämter in diesem Sinn.
Alle Ämter werden gewählt und zwar auf der Hauptversammlung. Die Wahl gilt immer für ein Jahr oder bis zur nächsten Hauptversammlung. Wenn jemand sein Amt vorzeitig aufgibt, dann kann es auch auf einem Quartalstreffen oder einer außerordentlichen Versammlung neu gewählt werden. Diese Wahl gilt dann bis zur nächsten Hauptversammlung.
Der Kassenwart hat auf den Quartalsversammlungen und der Hauptversammlung den Mitgliedern des Clubbs Rechenschaft abzulegen und Entscheidungen im nachhinein bestätigen zu lassen, alle anderen Amtsinhaber haben diese Pflicht lediglich auf der Hauptversammlung. Mit dieser Bestätigung (der Entlastung) übernehmen die Clubbmitglieder Mitverantwortung für das, was der Amtsinhaber im Namen des Clubbs unternommen hat.
Ämter können in Abwesenheit der gewählten Personen auf der Hauptversammlung angenommen oder bestätigt werden. Einzige Bedingung hierfür ist eine schriftliche Erklärung der betreffenden Person, die vorab der Hauptversammlung dem Vorstand vorzuliegen hat.
Ein Mitglied kann seines Amtes enthoben werden, wenn zweidrittel der stimmberechtigten Vereinsmitglieder einer Versammlung dafür stimmen. Ein Antrag auf vorzeitige Amtsenthebung eines Mitgliedes hat nur dann Gültigkeit, wenn dieser Antrag als TOP für die betreffende Versammlung beim Vorstand eingereicht wurde und als Punkt in der Tagesordnungsliste der Einladungen für die betreffende Versammlung auftaucht.

4.1. Geschäftsführung des Clubbs

4.1.1. Der Vorstand
Der Vorstand ist die Geschäftsführung des Clubbs. Nach außen und auch nach innen hat der Vorstand die Aufgabe, für die Ziele der Schattenstürmer einzutreten (siehe Punkt 1: Grundsätzliches). Als Ansprechpartner für jeden soll der Vorstand für die Wünsche und Beschwerde jedes Einzelnen sein Ohr in angemessenem Rahmen leihen.
Der Vorstand besteht aus drei Personen: dem Vorstandsvorsitzendem, dem Vertreter des Vorstandsvorsitzenden und dem Kassenwart. Wie alle Ämter werden diese einmal jährlich von den aktiven Mitgliedern auf der Hauptversammlung gewählt.
Der Vorstand kann anfallende Arbeit in Arbeitsgruppen delegieren. Er muß dafür sorgen, daß die Arbeitsgruppen des Clubbs funktionieren und zu einem Ergebnis kommen.
Der Vorstand hat die Pflicht Versammlungen zu organisieren, diese zu leiten und zu moderieren. Gleichzeitig hat der Vorstand das Recht, sich einen Protokollführer zu suchen, sofern der Vorstand nicht selbst das Protokoll führen will. Das Protokoll muss durch die folgende Quartals beziehungsweise Hauptversammlung bestätigt werden. Das Protokoll wird mit einer Frist von maximal zwei Wochen in das interne Forum der Schattenstuermer unter http://www.schattenstuermer.de gestellt und ist ab diesem Zeitpunkt jederzeit beim Vorstand einsehbar.
Bei Vorlegung eines Finanzierungsplanes durch die Spielleitung einer LARP-Veranstaltung der Schattenstürmer kann der Vorstand unter Einbeziehung des Kassenwartes entscheiden, dass eine zurückzuzahlende Vorauszahlung bis zur maximalen Höhe der Kasse genehmigt werden kann.
Im Verlustfall entscheidet die Quartals- beziehungsweise Hauptversammlung über die Höhe des durch die Kasse zu tragenden Anteils.

4.1.2. Der Kassenwart
Der Kassenwart verwaltet die Clubbkasse. Er hat in einem nicht eingetragenen Verein ein besonders heikles Amt. Weil ein nicht eingetragener Verein laut Vereinsrecht kein eigenes Vermögen hat, verwaltet der Kassenwart das ihm anvertraute Geld treuhänderisch. Um kein Mißtrauen aufkommen zu lassen, ist absolute Offenheit im Umgang mit der Kasse notwendig. Deshalb die umfangreichen Auflagen, die im folgenden gemacht werden.
Auf jedem Quartalstreffen hat der Kassenwart die Pflicht, die Kassen offenzulegen. Dem Kassenprüfer muß der Kassenwart jederzeit erlauben, seine Kassen zu prüfen. Dazu führt der Kassenwart ein Kassenbuch, in das alle Geldbewegungen eingetragen werden, und macht zu den Quartalstreffen einen Abschluß.
Der Kassenwart darf nicht selbst über die Verwendung der Gelder des Clubs entscheiden. Wenn aber eine beschlossene Ausgabe die Kasse ins Minus führen würde, lehnt er die Ausgabe ab. Dieses Veto kann nicht angefochten werden, denn schließlich müßte er als Treuhänder für die Fehlsumme aufkommen.
Die Clubbkasse darf die Summe von 300,00 € nicht unterschreiten, um laufende Verpflichtungen zu erfüllen. Dies hat der Kassenwart zu gewährleisten.
In Geldfragen kann der Kassenwart jederzeit verlangen, daß der Vorstand eine außerordentliche Versammlung einberuft.

4.1.3. Der Kassenprüfer
Der Kassenprüfer ist kein Amt. Er dient allein der Kontrolle des Kassenwartes. Jedes aktive Mitglied kann Kassenprüfer sein, außer dem Vorstand. Der Kassenprüfer wird zusammen mit dem Kassenwart auf der Hauptversammlung für ein Jahr gewählt.
Der Kassenprüfer muß vor jedem Quartalstreffen die Kassenführung des Kassenwartes prüfen. Darüber hinaus darf er jederzeit vom Kassenwart verlangen, daß dieser ihm die Kassenbücher zur Prüfung gibt.
In allen Geldfragen, die mit der Kassenführung zu tun haben, kann der Kassenprüfer jederzeit verlangen, daß der Vorstand eine außerordentliche Versammlung einberuft. Es besteht die Möglichkeit, einen zweiten Kassenprüfer zu wählen.

4.1.4. Der Ehrenvorsitzende
Ein Ehrenvorsitzender hat folgende Pflichten:
- Repräsentation
- Pflege valarischen Brauchtums
- Gewährleistung umfassender Geselligkeit im Geiste Harburger Traditionen (wozu auch die Besorgung von Keksen zur Quartalsversammlung im Dezember gehört)

4.2. Organisation des Rollenspielhintergrundes

4.2.1. Die Hauptspielleitung
Für alles, was mit dem gemeinsamen Rollenspielhintergrund Valariot der Schattenstürmer zu tun hat, ist die Hauptspielleitung zuständig. Im folgenden wird das Kürzel HSL verwendet.
Die HSL besteht aus drei Personen. Daraus ergibt sich, daß zwei von drei Stimmen für eine Entscheidung der HSL erforderlich sind.
Die HSL hat Schweigepflicht über die ihr anvertrauten Fakten sowie  In Time - und  Out Time -Wissen strikt zu trennen.
Wer eine Rolle vor dem gemeinsamen Spielhintergrund spielen will, muß seinen Charakter mit vollständigen Angaben zunächst der HSL zur Prüfung einreichen. Die HSL entscheidet, ob die neue Figur in den Spielhintergrund eingefügt werden kann. Sie kann einen Charakter grundsätzlich ablehnen oder aber auch Änderungen vorschlagen.
Bei ihrer Entscheidung muß die HSL aber genügend Raum für die Kreativität der Spieler lassen. Diese Regelung soll dazu dienen, Unstimmigkeiten zu vermeiden. Sie soll nicht dazu führen, daß kein Platz für unkonventionelle oder neue Ideen in Valariot ist.
Die HSL darf außerhalb der Spielebene Aussagen zu Land, Geschichte und Charakteren des Spielhintergrundes treffen: zum Beispiel Hintergründe, Vergabe von Land und Titeln an Charaktere, Spielereignisse, Nichtspielercharaktere und so weiter.
Die HSL kann Arbeitsgruppen ins Leben rufen und von diesen Vorschläge erarbeiten lassen.
Auf Quartalstreffen muß die HSL die Mitglieder über vergangene Entscheidungen informieren, aber nur, soweit sie damit dem Rollenspiel nicht vorgreift.
Auf Antrag werden die Mitglieder der HSL in ihrer Tätigkeit bestätigt. Nicht bestätigte oder auf eigenen Wunsch ausscheidende Mitglieder der HSL werden durch Nachwahl ersetzt.

4.2.2. Der Chronist
Zwischen der HSL und den Spielern soll der Chronist als Vermittler und Moderator dienen. Für Kritik, Anregungen und bei Streitfällen ist der Chronist der Ansprechpartner der Spieler.
Diese Funktion ist notwendig, weil die HSL wie jeder Rollenspielleiter Geheimnisse vor den Spielern hat und spielbestimmende Entscheidungen trifft.
Im Einzelnen darf der Chronist an Diskussionen der HSL teilnehmen und auch seine Meinung sagen. Er hat aber kein Stimmrecht bei Entscheidungen der HSL.
Der Chronist muß über alle Entscheidungen der HSL informiert werden und hierüber ein Protokoll (eben die  Chronik ) führen. In diesem Zusammenhang muß er prüfen, ob die Entscheidungen der HSL im Sinne der Ziele des Clubbs sind.
Generell gilt für die HSL: Was der Chronist nicht weiß, ist nicht passiert.




5. Mitgliederversammlungen

5.1. Grundlagen für alle Versammlungen
Zu allen Mitgliederversammlungen muß vier Wochen vorher schriftlich eingeladen werden. Zwei Wochen vor der Versammlung soll es eine Erinnerung per Email geben. Zu außerordentlichen Mitgliederversammlungen wird mit einer Frist von zwei Wochen eingeladen.
Auf jeder Versammlung müssen mindestens 25 % aller stimmberechtigten Mitglieder anwesend sein, damit die Versammlung beschlußfähig wird.
Man kann sich für eine Versammlung entschuldigen lassen. Ein entschuldigtes Mitglied wird von der Gesamtzahl der stimmberechtigten Mitglieder abgezogen, ein unentschuldigtes nicht.
Sein Stimmrecht verliert, wer
unentschuldigt auf drei aufeinanderfolgenden Versammlungen gefehlt hat
oder seinen Mitgliedsbeitrag nicht gezahlt hat
oder seine aktuelle Adresse dem Vorstand nicht angegeben hat.
Bei Abstimmungen wird eine Mehrheit von 2/3 aller Stimmen benötigt, um Beschlüsse zu fassen.
Alle Abstimmungen sind öffentlich. Wenn es jemand wünscht, müssen sie geheim abgehalten werden.
Passive Mitglieder dürfen bei den Versammlungen anwesend sein.
Jeder Antrag auf Satzungsänderung muß von einem Viertel der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder unterstützt werden oder muß dem Vorstand sechs Wochen vor der Hauptversammlung schriftlich eingereicht werden. Der Vorschlag wird dann mit der Einladung zur Versammlung verschickt. Die eigentliche Abstimmung zur Änderung der Satzung bedarf, wie jede Abstimmung, einer 2/3-Mehrheit.
Jedes aktive Mitglied hat das Recht, Tagesordnungspunkte für die nächste Versammlung einzureichen, auch wenn das Mitglied selbst auf dieser Versammlung nicht anwesend sein wird.

5.2. Quartalstreffen
Einmal im Vierteljahr (Quartal) wird eine Mitgliederversammlung abgehalten. Diese Quartalstreffen sollen am jeweils zweiten Wochenende im März, Juni, September und Dezember stattfinden. Der Vorstand hat das Recht, die Termine jeweils 1 oder 2 Wochen nach vorn oder hinten zu verschieben.
Jedes Quartalstreffen besteht aus zwei Teilen: dem geschäftlichen Teil und der Fete. Vorzugsweise soll der zweite Teil mehr Zeit in Anspruch nehmen.
Während des geschäftlichen Teils müssen folgende Punkte abgehandelt werden:
Feststellung der Beschlußfähigkeit; Bestimmung des Sitzungsleiters; Bestimmung des Protokollführers; Entlastung des Protokolls der vorhergehenden Versammlung; Aufnahme neuer Mitglieder (siehe Punkt 2.1) und Kassenbericht (siehe Punkt 4.1.2) sowie Bericht der Hauptspielleitung (siehe Punkt 4.2.1).
Der Vorstand kann bei Bedarf weitere Tagesordnungspunkte hinzufügen.
Wenn ein Mitglied den Antrag stellt, muß auf dem Quartalstreffen auch eine Abstimmung über die Entlastung eines Amtes durchgeführt werden.

5.3. Hauptversammlung
Das Quartalstreffen im März gilt als Hauptversammlung. Zusätzlich müssen auf einer Hauptversammlung alle Ämter entlastet und zur Wahl gestellt werden. Wenn größere Geldvorhaben geplant sind, müssen diese auf der Hauptversammlung beredet und beschlossen werden.

5.4. außerordentliche Versammlung
Wenn es ein Problem gibt, das so dringend ist, daß es nicht bis zum nächsten Quartalstreffen warten kann, muß der Vorstand eine außerordentliche Versammlung einberufen. Auf dieser Versammlung wird primär dieser eine Punkt behandelt.
Kassenwart, Kassenprüfer und Mitglieder können unter bestimmten Umständen die Einberufung einer außerordentlichen Versammlung verlangen (siehe Punkt 2, Punkt 4.1.2 und Punkt 4.1.3).




6. Arbeitsgruppen
Die Versammlungen, der Vorstand und die Hauptspielleitung können Arbeitsgruppen ins Leben rufen. Diese sind dazu da, spezielle Themen zu bearbeiten und das Ergebnis ihren Auftraggebern zur Beratung und / oder zur Abstimmung abzuliefern. Sie können auch mit der Durchführung bestimmter Aufgaben betraut werden.
Die Teilnahme an Arbeitsgruppen ist freiwillig.
Eine Arbeitsgruppe löst sich automatisch auf, sobald die an sie gestellte Aufgabe erledigt ist.
-6.1. Arbeitsgruppe Fundus
Diese Arbeitsgruppe ist eine ständige Arbeitsgruppe. ihre Aufgabe ist es, den Fundus (siehe Punkt 3.3.) zu verwalten. Dazu gehört, ein Inventar anzulegen und auch die Pflege der Stücke im Fundus zu organisieren.
Die Arbeitsgruppe soll für jedes Fundusstück eine angemessene Leihgebühr nach Punkt 3.3. vorschlagen. Dieses Geld fließt in die Spielekasse.
Es ist Versammlungsbeschluß, wer der Arbeitsgruppe Fundus angehört

6.2. Arbeitsgruppe Internet
Die Schattenstürmer sollen im Internet präsent sein. Auf ihrer Homepage sollen Informationen über den Spielhintergrund "Valariot" zu finden sein.
Sofern es sich um rollenspielrelevante Informationen handelt, muß ein Mitglied der Hauptspielleitung diese genehmigen.
Diskussionsforen sind von dieser Kontrolle aufgrund ihrer Art ausgeschlossen. Die Hauptspielleitung darf rollenspielrelevante Beiträge aber nachträglich richtigstellen, korrigieren oder bei gravierenden Unstimmigkeiten löschen.
Der Vorstand & die HSL kontrollieren die Richtigkeit aller Beiträge auf der Homepage, die den Clubb betreffen.
Es ist Versammlungsbeschluß, wer der Arbeitsgruppe Internet angehört.




7. Durchführung von Spielen und anderen Veranstaltungen der Schattenstürmer
Wer ein Liverrollenspiel oder eine andere Veranstaltung (z.B. eine Sommerfete oder ähnliches) durchführen will, hat grundsätzlich die Erlaubnis dazu. Zu beachten ist folgendes: da der Clubb der Schattenstürmer kein eingetragener Verein ist, tragen die Veranstalter die volle Verantwortung in jeder Hinsicht. Das schließt das finanzielle Risiko und auch die Haftung ein.
Dem Vorstand muß ein Finanzierungsplan der zu organisierenden Veranstaltung vorgelegt werden und durch diesen genehmigt werden, damit die Veranstaltung als Schattenstürmer-Veranstaltung gelten darf. Bei kleinen Veranstaltungen ( Wir kaufen 100 Grillwürste und drei Sack Kohle und legen das dann um, Getränke bringt jeder selbst mit ) darf der Vorstand darauf verzichten, sich einen Finanzierungsplan vorlegen zu lassen.
Bei Liverollenspielen muß die Spielleitung den Plot der Hauptspielleitung vorlegen, soweit dieser den Spielhintergrund  Valariot betrifft. Die Hauptspielleitung kann ihr Einverständnis verweigern oder aber Änderungen einbringen, soweit das für die Stimmigkeit des Spielhintergrundes notwendig ist.
Die Hauptspielleitung ist aufgefordert, der Spielleitung des Liverollenspieles alle notwendigen Informationen aus dem Spielhintergrund zu geben, damit das Spiel ein Erfolg wird.
Für eventuelle Ausgaben aus der Spielekasse kann ein Antrag auf einer Versammlung gestellt werden.